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Article Comparison - Übereinkommen über den Widerspruch bei international gehandelten Inhaberpapieren

Artikel 16

1. Wird ein Wertpapier, das Gegenstand der internationalen Veröffentlichung eines Widerspruchs ist, einem berufsmäßigen Wertpapierhändler oder Verwahrer oder dessen Angestellten nach dem Tag vorgelegt, an dem diesem die internationale Veröffentlichung zugegangen ist oder hätte zugehen können, so muß er, wenn er das Wertpapier annimmt, Namen und Anschrift der Person, die es ihm vorgelegt hat, der nationalen Stelle mitteilen, die um die internationale Veröffentlichung ersucht hat; er macht diese Mitteilung entweder unmittelbar oder über die nationale Stelle seines Staates.

Diese Bestimmung gilt nur für Wertpapiere, die einem berufsmäßigen Wertpapierhändler oder Verwahrer vorgelegt werden:

a. auf Grund eines Kaufs,

b. zum Zweck des Verkaufs,

c. als Pfand oder

d. zur Verwahrung, es sei denn, daß diese Verwahrung in der bloßen Aufbewahrung des Wertpapiers besteht.

2. Der berufsmäßige Wertpapierhändler oder Verwahrer, der Absatz 1 nicht beachtet, haftet für den daraus entstehenden Schaden.

3. Jede Vertragspartei kann von der Anwendung des Absatzes 1 den Fall ausschließen, daß ein berufsmäßiger Wertpapierhändler oder Verwahrer ein Wertpapier von einem anderen berufsmäßigen Wertpapierhändler oder Verwahrer seines Staates erhält, sofern der berufsmäßige Wertpapierhändler oder Verwahrer, der das Wertpapier entgegennimmt, für alle Schäden haftbar bleibt, die daraus entstehen, daß die in Absatz 1 vorgesehene Mitteilung nicht gemacht worden ist.

4. Jede Vertragspartei kann in ihrem Recht vorsehen, daß die in Absatz 1 bezeichnete Mitteilung nur mit Zustimmung dessen gemacht werden darf, der das Wertpapier vorgelegt hat, und daß mangels einer solchen Zustimmung der berufsmäßige Wertpapierhändler oder Verwahrer die Annahme verweigern muß.