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Article Comparison - Verfassung der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Artikel II
Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen berechtigt zur Mitgliedschaft in der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

2. Entsprechend dem aufgrund von Artikel X dieser Verfassung genehmigten Abkommen zwischen der UNESCO und den Vereinten Nationen können Staaten, die nicht Mitglied der Vereinten Nationen sind, auf Empfehlung des Exekutivrats von der Generalkonferenz mit Zweidrittelmehrheit als Mitglied der UNESCO aufgenommen werden.

3. Territorien, die für die Wahrnehmung ihrer internationalen Beziehungen nicht selbst verantwortlich sind, können einzeln oder als Gruppe von der Generalkonferenz mit Zweidrittelmehrheit der anwesenden und abstimmenden Mitglieder als Assoziierte Mitglieder aufgenommen werden, wenn der für ihre internationalen Beziehungen verantwortliche Mitgliedstaat oder die dafür verantwortliche Stelle dies für ein bestimmtes Territorium oder eine Gruppe von solchen beantragt. Art und Umfang der Rechte und Pflichten der Assoziierten Mitglieder bestimmt die Generalkonferenz.

4. Ist Mitgliedstaaten der Organisation die Ausübung ihrer Rechte und Vorrechte als Mitglied der Vereinten Nationen zeitweilig entzogen worden, so werden auf Antrag der UNO auch ihre Rechte und Vorrechte als Mitgliedstaat der UNESCO suspendiert.

5. Von den Vereinten Nationen ausgeschlossene Mitglieder verlieren automatisch auch die Mitgliedschaft in der UNESCO.

6. Jeder Mitgliedstaat und jedes Assoziierte Mitglied der UNESCO kann nach einer an den Generaldirektor / die Generaldirektorin zu richtenden Kündigung aus der Organisation austreten. Die Kündigung wird am 31. Dezember des Jahres wirksam, das auf das Jahr folgt, in dessen Verlauf die Kündigung angezeigt wurde. Der Austritt berührt nicht die finanziellen Verpflichtungen, die gegenüber der UNESCO an dem Tage bestehen, mit dem der Austritt wirksam wird. Die Kündigung durch ein Assoziiertes Mitglied erfolgt in dessen Namen durch den für seine internationalen Beziehungen verantwortlichen Mitgliedstaat oder die dafür verantwortliche Stelle.

7. Jeder Mitgliedstaat ist berechtigt, einen Ständigen Delegierten bei der UNESCO zu benennen.

8. Der / Die Ständige Delegierte des Mitgliedstaates überreicht dem Generaldirektor / der Generaldirektorin der UNESCO sein Beglaubigungsschreiben und übt mit dem Tage der Übergabe des Beglaubigungsschreibens offiziell sein Amt aus.